Wie alles begann - Aus Liebe zum Porzellan

Um 1905 Die Krone über dem Monogramm „WG“ markiert den 1893 erfolgten Firmenübergang auf William Goebel. Deutschland feiert seine Kaiserzeit und Goebel ist dabei. Luxusporzellan als Traum für viele, gehandelt auch in Amerika. In der beeindruckenden Manufaktur entstehen Kleinskulpturen im Stil des Meißener Rokoko. Tierfiguren bringen Exotik und Natur in die Wohnstuben, Kinderfiguren ein Lächeln. Aber Goebel fertigt auch Schalen, kleine Räucherkästchen und vieles mehr – alles am Puls der Zeit, am Lifestyle.

1911 Max Louis Goebel übernimmt die Leitung der Manufaktur. Ausgebildet in der boomenden Metropole New York, liebt auch er die Kunst und weiß beides zu verbinden. Goebel wird ein Ort für Innovationen. 1919 dokumentiert dies die Luxusmarke „Kunstwerkstätten Wilhelmsfeld“.

1921/1931 Die Goldenen Zwanziger feiern Einzug bei Goebel. Figuren und Dekorelemente im Stil des Art Déco erobern das Sortiment. Zum Betriebsjubiläum 1931 kann das Werk zahlreiche Modernisierungen vermelden.

1935 Enkel Franz Goebel beweist ebenfalls Weitblick. Durch einen Exklusivvertrag mit Schwester Maria Innocentia Hummel und dem Kloster Sießen können deren Zeichnungen und Entwürfe nun in Porzellan umgesetzt werden. Die berühmten Hummelfiguren entstehen und werden in Amerika zum „Million-Seller“. Sie machen Goebel für viele Jahre zum „Hummelwerk“.

1950 Als Walt Disney berühmt und seine Zeichnungen legendär wurden, saß er auch mit Franz Goebel am Verhandlungstisch. Bambi und seine Freunde bereicherten noch im gleichen Jahr die Kollektion.

1953 Heinz Schaubach übergibt viele seiner Entwürfe seinem Freund Franz Goebel. Die „Schaubach-Kunst“ wird Bestandteil des Goebel-Sortiments.

1971 Goebel wird 100 Jahre. Höhepunkt der Feiern zum 100jährigen Jubiläum ist die Enthüllung einer überlebensgroßen Figur des M.I.Hummel-Wanderbuben vor dem Fabrikgebäude.

1977 wird der Goebel Collectors‘ Club in USA gegründet. Weltweit der erste Club seiner Art. Ein weiteres Kapitel in der Erfolgsgeschichte.

1981 Mit der „Goebel Galerie“ schafft es das Familienunternehmen, zeitgenössische Künstler für den Werkstoff Porzellan zu begeistern. Es entstehen spannende Einzelstücke eines gewagten Experimentes.

1993 Entstehung des Geschäftsbereiches Schenken & Wohnen. Auch hier enge Zusammenarbeit mit vielen Künstlern und dadurch Erweiterung der Sortimentsbreite. Grundsteinlegung für das heutige Sortiment.

2000 Zur Jahrtausendwende ist Goebel eine der weltweit bedeutendsten Porzellanmarken und bereits in vielen Museen und Sammlungen präsent. In den darauffolgenden Jahren erfolgen weitreichende Restrukturierungen des Unternehmens als Folge der Auswirkungen des 11. September 2001 und der hieraus entstehenden Marktverwerfungen.

2006 die Hauptgläubigerbank Merrill Lynch versagt die Fortsetzung der Finanzierung und beschwört damit die Insolvenz des Unternehmens herauf.

2007 die Geschäftstätigkeit der ehemaligen W. Goebel Porzellanfabrik wird von der Goebel Porzellanmanufaktur GmbH fortgeführt, Gesellschafter sind international tätige Investmentgesellschaften.

2008 Ausgliederung des Hummel-Bereiches. Die Hummelfiguren werden noch heute in liebevoller Handarbeit bei der Manufaktur Rödental gefertigt.

2009 Neue Besinnung auf das Kerngeschäft Schenken & Wohnen und damit zurück zum „weißen Gold“ für Kenner, dem Porzellan für Menschen mit Anspruch. Geschichte wird Gegenwart und Zukunft.

2010 Goebel bleibt ein inhabergeführtes Unternehmen. Goebel Porzellan hat seit 01.09.2010 einen neuen Eigentümer, die PM Kapital GmbH & Co. KG, Bad Staffelstein. Dieses Unternehmen ist seit vielen Jahren in der keramischen Industrie tätig und zugleich Anteilseigner der Kaiser-Porzellan in Bad Staffelstein.
Unter dem Dach der PM Kapital sind nun zwei Unternehmen vereint, die beide eine nahezu gleichlange Historie in der keramischen Industrie Oberfrankens aufweisen, wurde doch Goebel im Jahre 1871 und Kaiser Porzellan im Jahre 1872 gegründet. Beide Unternehmen werden auch in Zukunft ihre rechtliche Selbständigkeit behalten.
„Es kommt zusammen, was zusammen gehört“, so der geschäftsführende Gesellschafter Hans-Peter Langsch, der das Unternehmen Goebel seit 1993 kennt, war er doch derjenige, den Wilhelm Goebel damals damit beauftragte, den Bereich Schenken & Wohnen zu entwickeln. Beide Unternehmen sind in nahezu identischen Vertriebswegen, Märkten und Technologien tätig, unterscheiden sich aber durch die Ausrichtung der Kollektionen.

April 2016 Die Hummel Manufaktur und Goebel Porzellan haben sich auf eine neue Marketing- & Vertriebszusammenarbeit verständigt. In der zukünftigen Zusammenarbeit wird Goebel die M.I. Hummel-Figuren in Deutschland, Europa und Asien vertreiben. Die berühmten M.I. Hummel-Figuren werden wie bisher in der Hummel Manufaktur in Rödental hergestellt. Die Produktentwicklung und das Management des Hummel-Sammlerclubs verbleiben in den Händen der Hummel Manufaktur. www.mihummel.de

Mai 2016 Goebel Verwaltung siedelt nach Bad Staffelstein um, Goebel Werksverkauf in Rödental bleibt. In Bad Staffelstein wird Goebel Ende des Jahres in den Räumen der Firma Kaiser-Porzellan auch wieder produzieren. Dabei will sich die Manufaktur aber auf Produkte in kleineren Serien konzentrieren. Hierfür sucht Goebel noch bis zu 20 Fachkräfte. ►Weitere Infos zum Umzug

Goebel heute
Goebel, die Traditionsmarke für die Bereiche Schenken, Sammeln und Dekorieren mit seinen Produktlinien wie Artis Orbis, Pop-Art,  de luxe*, Nina & Marco, Rosina Wachtmeister und den Saisonkollektionen Ostern und Weihnachten sowie Kaiser Porzellan, NADAL Creationes und M.I.Hummel, erkennt, weckt und erfüllt Bedürfnisse von Menschen nach zeitlosen und schönen Dingen des kleinen persönlichen Luxus zuhause.